Mittwoch, 15. April 2015

Ausgetestet: Amazon Fire TV Stick


Gestern ist bei mir das Neuste aus dem Hause Amazon eingeflogen: Der Fire TV Stick. Natürlich hab ich ihn gleich ausprobiert und getestet, soweit das in den Stunden möglich war. An meinen Eindrücken möchte ich euch jetzt teilhaben lassen.

Spezifikationen

Der Fire TV Stick hat einen Dual Core Prozessor, 1 GB Arbeitsspeicher und 8 GB Flashspeicher. Außerdem unterstützt er sowohl 2,4 GHz als auch 5 GHz WLAN. Im Lieferumfang enthalten ist eine einfache Fernbedienung, wer die vom Fire TV bekannte Fernbedienung mit Sprachsuche haben möchte, muss diese entweder separat kaufen oder er nutzt die entsprechende Handy-App, die es kostenlos im Apple Store und bei Google Play gibt. Damit bekommt man für 39€ Vollpreis (Es sei denn man hat so wie ich das Angebot von 19€ bzw. 7€ bekommen) ein deutlich besseres Produkt was die Hardware angeht, im direkten Vergleich zum Google Chromecast, Apple TV oder Roku Streaming Stick.

Erster Eindruck

Der Fire TV Stick kommt in einer kompakten, frustfreien Verpackung. Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Stick und der Fernbedienung ein HDMI Extender, ein USB Kabel und ein Netzteil für die Stromversorgung, 2 AAA Batterien und eine Kurzanleitung + Garantiekarte (Bilder gibt es unten). 

Die Installation ist einfach: Fire TV Stick an einen HDMI Eingang an den Fernseher anstecken. Bei mir sind die etwas ungünstig gelegen, also HDMI Extender dazwischen schließen, passt. Dann per USB Kabel an eine Steckdose anstöpseln. Das USB Kabel ist mit ca. 120 cm Länge nicht das Längste, bei mir hat es aber gereicht. Leider kann man den Strom nicht von einem USB Anschluss des Fernsehers beziehen, ich vermute mal, dazu würde bei Anschlüssen ohne extra Stromversorgung am Fernseher die Leistung nicht ausreichen und darum hat sich Amazon für den Weg mit dem Netzteil entschieden.

So, Fernseher an, HDMI Eingang wählen, WLAN Passwort per Bildschirmtastatur über die Fernbedienung des Fire TV Sticks eingeben. Fertig ist die Einrichtung. Der Fire TV Stick verbindet sich dann mit dem Netzwerk, sucht im Internet nach Updates und schlägt das Amazonkonto, über den man den Stick geordert hat, als Standardkonto vor (was für den Zugriff auf Instant Video, Bilder, Amazon Music etc. wichtig ist). Man kann aber auch mehrere Konten anmelden, für Familien sicher interessant. Danach wird nach der Einrichtung einer Kindersicherung gefragt, sehr gut, dass das hier gleich am Anfang ohne umständliche Suche eingebaut ist.

In einem kurzen Einführungsfilm werden dann die Grundlagen des Sticks vorgestellt. Eine sehr angenehme Art, eine Bedienungsanleitung zu lesen!

Apps, Spiele, Medien und Co....

Viele Sachen konnte ich mir seit gestern Mittag noch nicht anschauen, aber so viel ist sicher: Was Apps angeht, muss sich der Stick sicher nicht verstecken. Die wichtigsten (Netflix, YouTube, ARD/ ZDF Mediathek...) werden gleich als Empfehlung auf der Startseite angezeigt. Auch sehr schön dabei: Über den Amazon AppStore kann man auch alle Apps, die man haben möchte bequem am PC aussuchen und dann mit einer Synchronisation auf einen Schlag auf den Stick installieren. Wer gerne Filme von dem heimischen Speichermedium (PC oder NAS) abspielen möchte, kann das zum Beispiel über die VLC Media Player-App tun, sofern das Speichermedium DLNA unterstützt. Eine weitere Möglichkeit, auch für Musikliebhaber interessant: Da dem Stick ein quelloffenes Android zugrunde liegt, ist es ohne Probleme möglich, andere APKs zu installieren. Anleitung hierzu findet man im Internet reichlich. Ich empfehle hierzu XMBC/ Kodi über AdbFire (Links findet ihr unten). Für Leute mit Google Play Music All-Access lässt sich auf diesem Weg auch die Google Play Music-App installieren, um ihre Musik zu genießen.

Was Filme von Amazon angeht: Hier gibt es die gewohnte Oberfläche, sehr aufgeräumt und übersichtlich und einfach zu bedienen.

Spiele habe ich jetzt noch nicht getestet, hab ich eigentlich auch nicht vor mit dem Gerät. Wer gerne Spiele über Fire TV spielen möchte, sollte sich vielleicht überlegen, zur leistungsstärkeren Fire TV Box zu greifen und dem zugehörigen Controller (der aber auch beim Stick geht, keine Frage!).

Einziges Manko: Der Stick lässt sich nicht ausschalten, dafür hat er aber einen Ruhemodus, wenn er mal nicht genutzt wird. Durch langes Drücken des HOME Buttons kommt man in die Einstellungen und kann auch schnell in den Ruhemodus schalten.

Fazit

Alles in allem finde ich den Stick sehr gelungen und auch dem Chromecast überlegen. Die einfache Bedienung, sowie die offene Schnittstelle für weitere Android Apps laden sowohl technik-affine wie auch technik-scheue Nutzer ein. Der Preis geht in Ordnung und wer sowieso schon Amazon Prime hat, kann hier gegenüber den vielen anderen Streaming-Mediatheken viele Vorteile ziehen!

Fire TV Stick kaufen:

Links:

Bilder:

Äußere Verpackung.
Innere Verpackung.
Geöffnet. Zubehör ist darunter.
Lieferumfang
Willkommensbildschirm
"Horst" erklärt den Fire TV Stick

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