Dienstag, 31. März 2015

Urlaubsbericht: Alicante (Spanien)


Es ist nun zwar schon etwas her, dass ich in Spanien im Urlaub war, doch gerade bei dem netten Unwetter, was gerade über Deutschland zieht, ist es schön, sich an wärmere Gefilde zurück zu erinnern.

Museumsschiff im Hafen
Über Alicante

Alicante ist eine Hafenstadt an der spanischen Mittelmeerküste nahe Valencia. Die 300.000 Einwohnerstadt lebt hauptsächlich vom Tourismus und von der Wein und Olivenproduktion. Sehenswürdigkeiten sind das Castillo de Santa Bárbara (oben abgebildet) aus dem 9. Jahrhundert, die Strandpromenade aus über 6 Mio. kleinen Mamorsteinchen, der Hafen und die Altstadt. Des weiteren gab es eine Stierkampfarena, ein zweites Castillo und ein archäologisches Museum zu sehen. Das Wetter ist das gesamte Jahr über sehr mild.

Urlaubsbericht

Obwohl wir Ende Oktober in Alicante waren, hatten wir die meiste Zeit noch Temperaturen um die 20 bis 22 Grad. Auch das Wasser hatte noch knappe 20 Grad. Geflogen sind wir mit Ryanair von Memmingen aus. Nach ca. 2 Stunden Flug waren wir am Flughafen, der ca. 20 Minuten außerhalb der Stadt liegt. Von dort ging aber ein Shuttlebus für 3,60€ p.P., der alle wichtigen Hotels und Stationen in der Altstadt angefahren hat. Untergebracht waren wir im Hotel Maya Alicante, direkt am Fuße des Castillo-Berges, ca. 10 Minuten Laufweg vom Hafen entfernt.  Seeblick gab es hier zwar nicht, dafür Blick auf das Castillo. Das Hotel selber war mit einem Pool, Fitnessbereich und Tennisplätzen ausgestattet, die wir aber nicht getestet haben. Mit seinen 3 Sternen bot es zwar keinen Luxus, war aber insgesamt sehr sauber und ordentlich, da wir eh die meiste Zeit auf Besichtigungstour waren und nicht am Pool liegen wollten, also genau das Richtige.

Sehenswürdigkeiten

Wie oben schon geschrieben, sind der Hafen, die Promenade und das Castillo ein Muss. Als erstes haben wir eine Stadtrundfahrt gemacht (10€ p.P.) im offenen Bus. Es gab dafür kosntenlose Ohrhörer, mit denen man dem Tourguide vom Band in 4 Sprachen (englisch, deutsch, französisch, spanisch) auf seiner Tour über 12 Stationen zuhören konnte. Das was gesagt wurde, war interessant, leider an manchen Stellen etwas wenig. Promenade und Castillo selber waren sehr gepflegt, als Aushängeschild für Touristen hergerichtet, möchte man sagen. Das gleiche galt für kleinere Parks und "Touristenmagneten" in der Stadt. Wenn man aber mal abseits der üblichen Touristenrouten unterwegs war, waren dreckige Straßen und kaputte Häuser die Haupterscheinung. Das zweite Castillo in Alicante zum Beispiel (Castillo San Fernando) war gegenüber dem "Hauptcastillo" überhaupt nicht gepflegt, verfallen und verdreckt. Auch war es in den Reiseführern und örtlichen Informationen nicht erwähnt, so dass man klar erkennen konnte, wohin man als Tourist denn gehen soll und wohin nicht. Tipp für die Besucher, die wie wir den Aufstieg zum Castillo de Santa Barbara scheuen: Nahe dem Hafen gibt es einen Aufzug, der einen von ganz unten nach ganz oben bringt! 

Sehenswert war weiterhin die große Markthalle, die auf 2 Etagen frisches Fleisch, Fisch, Obst, Backwaren und Blumen bot. Gespannt war ich außerdem auf das MARQ, das archäologische Museum Alicante, was 2006 zum europäischen Museum des Jahres ausgezeichnet wurde. Leider musste ich hier feststellen, dass es weder englische Audioguides, noch englische Beschreibungen an den einzelnen Stationen gab. Bei einem europäisch ausgezeichneten Museum hätte ich das schon erwartet. Die Stierkanpfarena war wieder für Touristen hergerichtet, sauber und renoviert. Neben einem kleinen Museum über den Stierkampf in Alicante durfte man auch auf den Sand (aber ohne Stiere ;) ).

Essen

Was zu essen bekommt man an fast jeder Ecke in Alicante, besonders in der Altstadt. Allein in der Promenade reihen sich die verschiedenen Lokale dicht aneinander. Vorsicht ist hier aber für die geboten, die wie wir außerhalb der Saison reisen: Die meisten Lokale am Hafen haben von Ende Oktober bis März Winterpause! Hier waren wir den ersten Abend noch essen. Häufig wird einem ein Menü angeboten für 8-12€ p.P, darin je nach Restaurant Vorspeise, Hauptgang, Dessert und/ oder Getränk enthalten. Den zweiten Abend hat es uns in ein italienisches Restaurant verschlagen (da genau an diesem Tag die anderen Restaurants in der Fußgängerzone in die Winterpause gegangen sind), was aber auch sehr gut war, aber auch von den Preisen dementsprechend höher. Den Geheimtipp haben wir am letzten Abend entdeckt: Das "Bodegon del Mar", direkt im Hafen gelegen. Für 25€ gab es ein Menü für 2 Personen, inklusive einer Flasche Wein oder Sangria, einer riesigen Paella, die einfach wunderbar geschmeckt hat.
Ansonsten lohnt auch ein Besuch in der Markthalle, dort gibts es sehr günstig frisches Obst und Gebäck aus der Region. 

Fazit

Wer gerne 3-5 Tage außerhalb der Saison noch etwas spätsommerliches Klima genießen will, ist mit Alicante sicher sehr gut beraten. Für mehr Tage gibt es hier aber nicht zu sehen. In der Hauptsaison ist es wohl ebenfalls nicht so schön, da der relativ kleine Strand dann nur von Touristen überfüllt ist.

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