Dienstag, 24. März 2015

Konzertbericht: Eisbrecher "Schock"- Tour 2015

Letzten Samstag, 21.03.2015 hatte ich das Vergnügen, bei nasskaltem Märzwetter die Jungs von Eisbrecher, rund um Mastermind Alex Wesselsky und Noel Pix im Zenith München live zu sehen. Passend zum Märzenswetter im Gepäck war als Support auf dieser Tour die Band Maerzfeld, sowie, wohl exklusiv in München, die Münchener Alternative-Metal Urgesteine Twelve after Elf (TAE). Auch wenn das Zenith nicht ganz ausverkauft war, konnte man doch ein breites Spektrum an Zuschauern sehen, von Mittvierzigern der ersten Stunde bis hin zu ganz jungen und frischen Eisbrecher-Fans.

Twelve after Elf (TAE): Münchener Urgesteine
Den Auftakt gaben TAE. Die Münchner Gruppe ist seit den 90er Jahren bereits im "Metal-Geschäft" tätig und tourten auch schon 2000 mit Megaherz, bei denen Alex Wesselsky damals noch Frontmann war. Nachdem es ab 2002 rund 10 Jahre still um TAE wurde, treten sie seit 2012 wieder auf.
Für den Auftakt machten die vier alten Herren eine sehr gute Stimmung, hier auch ein Lob an die Tontechnik, die sich mit dem Abmischen sehr große Mühe gegeben hatten und wo man auch tatsächlich was vom Text verstanden hat, auch wenn man die Band nicht vorher kannte!

Danach folgte ein kurzes Intermezzo von Alex und Noel, indem sie aus Nathan der Weise referierten, mit dem Hinweis, wie wichtig doch Toleranz heutzutage ist, sonst hätte man wohl die nächste, fränkische Vorband (Maerzfeld) nicht nach München mit eingeladen.

Maerzfeld: Deutschmetal aus Franken
Maerzfeld selber entstammen ursprünglich der 2004 gegründeten Rammstein-Tribute-Band Stahlzeit, die sie auch noch parallel weiter betreiben, während Maerzfeld aber von eigenen Liedern geprägt ist. Dementsprechend ist auch der Stil: düster und industriell, Neue deutsche Härte eben.
Wie auch die Band davor machten die Jungs ordentlich Stimmung, wenn sie auch meiner Meinung nach nicht so gut zu verstehen waren wie ihre Vorgänger, lag wohl hier am abmischen. Einen Tick mehr Gesang wäre toll gewesen. Trotz allem eine gelungene Vorstellung. Eine nette Beigabe in Form einer kostenlosen Single des kommenden Albums gab es für alle Besucher noch obendrauf.

Maerzfeld: Ganz im Rammstein-Stil

Danach kamen dann, nach langem Warten, die Herren des Abends: Eisbrecher.
Eisbrecher wurden 2002 von Alex und Noel gegründet, nachdem sie bei Megaherz ausgestiegen waren. Schnell knüpften sie an die Erfolge des Vorgängers an. Besonders das zweite Album "Antikörper", besonders mit dem gleichnamigen Lied, sowie dem Titel "Kinder der Nacht" feierten sie große Erfolge. Zusammen mit Oomph! und Rammstein gehören sie heute zu den wohl prominentesten Bands der "Neuen Deutschen Härte".

Eisbrecher: Noel Pix, Achim Färber, Rupert Keplinger und Alex Wesselsky (v.l.n.r.)
Geboten bekam man eine gut 2-stündige Show, die zwar Effekttechnisch sehr einfach gehalten war, was aber durch die gute Stimmung wieder wett gemacht wurde. Neben Titeln vom aktuellen Album "Schock" durften natürlich auch die alten Evergreens wie "Schwarze Witwe" oder "Antikörper" nicht fehlen. Trotz doch gut gefüllter Reihen vor der Bühne gab es zu keinem Zeitpunkt Gedränge, wer zum poken gekommen war, war hier wohl falsch. Ohne mich jetzt an jeden einzelnen Titel erinnern zu können muss ich sagen, dass die 2 Stunden wie im Flug vergingen und ich, bei immer noch gleichem Märzregen wie am Anfang mit einem sehr positiven Eindruck von diesem Tourfinale nach Hause gegangen bin.

Eisbrecher

Eisbrecher: Auf zum Finale!

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