Mittwoch, 25. März 2015

EMP Blogparade: Wie ich zum Metal kam


Wie ich zum Metal kam? Puuuuhhh... da fragt ihr mich was, liebes EMP- Team...
Also dreh ich einmal an meiner TimeAndSpace-Uhr 10 Jahre zurück und versuch mich zu erinnern.

Ich bin wohl aus einem eher weniger musikalisch geprägtem Hause, zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich schon so frühzeitig, wie manch anderer, mit Musik in Berührung gekommen bin, sei es Metal, Rock oder Pop. Zwar standen bei den Eltern, wie ich später entdeckt hab, ein paar gute Platten im Schrank, allerdings wohl so gut versteckt, dass ich mir die nie angeschaut oder angehört habe. Da gab es zum Beispiel sowas wie die Beatles, Rod Steward, Westernhagen und Lindenberg. Vielleicht war diese wenige Musik auch der Tatsache geschuldet, dass ich aus den "östlichen Provinzen" dieses Landes komme und zu meiner Eltern DDR- Zeit es wohl einfach weniger Einflüsse geben konnte, was Musik anbelangte. Wie dem auch sei, ich war wohl ein typisches Radio-Kind, das was so im Radio lief fand ich gut... weitesgehend. In den 90ern und Anfang 2000 waren das noch so Sachen wie Silbermond, Shakira, Abba, Shanaia Twain, Juli (Gibts die eigentlich noch, mal nebenbei gefragt?) oder auch die Toten Hosen (weil ich "Entenhausen bleibt stabil" und "10 kleine Jägermeister" so toll fand).

Die erste richtige Berührung mit härterer Musik war wohl gegen 2005 rum. Bei mir zu Hause war nebenan eine Berufsschule wo berufsschülertypische Autos wie Corsa, Polo, Twingo, und kleine Reisschüsseln parkten, viele von denen "getuned" und mit einem großen "Böhse Onkelz" Schriftzug auf der Heckscheibe. Was ich damals noch nicht wusste war, dass genau zu diesem Zeitpunkt ja Vaya con Tioz, das Abschiedskonzert der Onkelz auf dem Lausitzring stattgefunden hatte. Herausgefunden, was die Böhsen Onkelz nun sind, habe ich dann durch einen Kumpel in einem PC- Spiel. Ich war zu dem Zeitpunkt ein ziemlich intensiver "Silkroad Online" Spieler und hatte dann ein Typen in unserer Gilde, der sich "_BoehserOnkel_" nannte. Ich fragte ihn warum. Er meinte, das ist ne Band und ich soll sie mir mal anhören. Was ich auch tat. Mir gefiel was ich hörte und ich fing an, mir mehr Platten von den Onkelz zu besorgen.
Das flaute aber auch nach ca. einem Jahr wieder etwas ab und ich wendete mich, wieso auch immer, dem Techno zu. Klingt nach einer kurzen Zeit der Sünde... war es auch. Das hielt nicht lange an.

Durch meine damalige Freundin bin ich dann auf den Geschmack des Gitarre spielen gebracht worden- was mich quasi zu guter Musik gebracht hat letztendlich, Danke dafür.
Ich begann mich für Rockmusik und für gute Gitarrenriffs zu interessieren. Den Anfang machten The Cranberries, gefolgt von Bands wie Led Zeppelin, Pink Floyd und Whitesnake. Die erste Platte, die ich mir damals holte, war Physical Grafitti, bis heute eins meiner Lieblingsalben, sowie The Wall. Von Led Zeppelin war dann auch mein allererstes Bandshirt, was es auch bis heute überlebt hat!

Das erste Metal-Shirt! Ja, es ist inzwischen mehr grau als schwarz.

Es folge eine ganze Flut von Gitarristen. Joe Satriani, Carlos Santana, Gary Moore, Jeff Beck usw. liefen bei mir rauf und runter. Es kamen aber auch härtere Sachen dazu, Metallica zB, mit dem Black Album oder S&M, Nightwish oder Linkin Park mit Meteora und Reanimation. Das wichtigste Album für mich in dieser Phase ist und bleibt aber Schneller, Höher, Weidner von Stephan Weidner aka. Der W, seines Zeichens ehemaliger Bassist bei den Onkelz. Das Album hat mich über viele Stationen meines Lebens begleitet und jedes Lied hat eine eigene Geschichte für mich.

Zu den "richtigen" Metalbands kam ich erst im Studium, als ich 2011 mir Rock am Ring auf mein erstes Festival ging. Gott! Was hatte ich bis dahin verpasst! Wieso hat mir das nicht jemand schon eher gezeigt?! Dann ging es Schlag auf Schlag. Die Headliner 2011 waren, wie die meisten hier wohl noch in guter Erinnerung haben werden, System of a Down, Volbeat, Avenged Sevenfold usw. Coldplay hatte ich nicht gesehn, da ich fast gezwungener Maßen den Samstag an der Alternastage verbracht habe, bei Bands wie In Flames, Bring me the Horizont (F**king gestörte Fans dort muss ich sagen), Disturbed, Hollywood Undead und Korn (bei strömenden Regen und viel Schlamm!). Nach dem Erlebnis hab ich angefangen, Heavy Metal zu hören wie ein Verrückter, mag ich fast sagen. Alles, was ich irgendwo zwischen die Finger kam wurde angehört und wenn es für gut befunden wurde, auch fein säuberlich in die Musikbibliothek aufgenommen.

So, das waren jetzt schnelle 10 Jahre Zeitreise. Ich hab sicherlich auch die Hälfte der Bands vergessen aus den jeweiligen Abschnitten. Auch beim schreiben musste ich immer wieder an verschiedenen Stellen nachkorrigieren, weil mir wieder was andres eingefallen ist. Ich könnte auch noch Stundenlang erzählen, aber die Leser, die jetzt noch nicht schlafen, möchte ich auch nicht mit Zwang noch dazu bringen ;)

Die Ticketwall of Fame. Stelle fest: bald zu klein.

Nur noch ein kleines Wort zum Schluss: Wie sieht es aktuell aus?
Ein begeisterter Festivalgänger bin ich nach wie vor. Einmal im Jahr auf den Holy Ground (zum Kacken nach Wacken, wie meine Mutter so philosophisch sagen würde...), muss sein! Ein treuer Der W- Hörer bin ich immer noch, auch ist das Albumcover des besagten Albums inzwischen unter meiner Haut eingebrannt. Der Rest schwankt immer je nach Laune und Gemütslage. Aber generell würde ich mich gerade wohl als Symphonic-, British- und Power-Metal-Hörer bezeichnen. Vorn dabei sind gerade Nightwish, Iron Maiden, Avantasia, Within Temptation, Kamelot und Beyond the Black (großartige Newcomerband, wie ich finde, dazu aber mehr im nächsten Post). Im Grunde kann man sagen, dass ich eigentlich jede Art von Metal, wenn nicht jede Art von Musik an mich heranlasse und eine Chance gebe. Außer HipHop. Das bleibt für mich ohrenkrebserregendes Gestotter, sorry Liebe HipHop Freunde :D

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