Donnerstag, 26. März 2015

Angehört: Beyond the Black- Songs of Love and Death


Lange ist es her, dass man was aus der deutschen Symphonic Metalszene gehört hat. Das letzte Album der Szenegröße Avantasia ist nun auch schon 2 Jahre her und im Subgenre Female Fronted Symphonic Metal mag mir jetzt nur Krypteria einfallen, von denen ich aber auch schon lange nichts mehr gehört habe.
Dementsprechend neugierig und skeptisch zugleich war ich auch, als ich auf der Seite des Wacken Open Air Festivals etwas von einer Band namens Beyond the Black gelesen hab. Symphonic Metal, mit Frontfrau, aus Mannheim. Soweit, so gut.

Hintergrund 

Gegründet wurde die Band 2014 von Frontfrau Jennifer Haben, welche zwar erst 19 Jahre zählt, aber schon reichlich Erfahrung aus dem Bandgeschäft vorweisen kann. War sie doch schon 2010 teil der KiKa- Band Saphir. Das Sextett wird vervollständigt von den Gitarristen Christopher Hummels und Nils Lesser, Keyboarder Michael Hauser, Bassist Erwin Schmidt und Schlagzeuger Tobias Derer. Der erste Auftritt der Band war 2014 auf dem Holy Ground in Wacken. Es folgte eine Tour als Vorprogramm von Saxon durch das Vereinigte Königreich und im Mai 2015 eine Solotournee durch Deutschland. Ihr erstes Album "Songs of Love and Death" erschien im Februar 2015.

Zum Album

Produziert wurde das 12 Tracks umfassende Album von Sascha Paeth, den viele unter anderem von Avantasia und Kamelot kennen dürften. Mit "Pearl in a World of Dirt" ist ein Duett mit Hannes Braun (Kissin Dynamite) und mit "Love me Forever" ein wohl bekanntes Motörhead-Cover enthalten. Das Album besteht hauptsächlich aus orchestralen, symphonischen Songs, wie wir es auch vom letzten Nightwishalbum (Imaginaerum) zum Beispiel kennen. Es gibt dazu drei Balladen und ein eher Speedmetal-artiges Lied auf die Ohren.

Zunächst einmal war ich ja eher skeptisch, ob so eine schnell und bunt zusammengewürfelte Gruppe wie Beyond the Black auf gleicher Höhe mit Bands wie Nightwish, Within Temptation oder Amaranthe spielen kann, zumal sie ja viel weniger Erfahrung in dem Geschäft haben. Auch das es mehr eine Casting-Band war, als eine, die schon Jahre zusammen gespielt hat, hat eher gegen die Band gesprochen. Wie man häufig sieht, verschwinden die meisten Casting-Bands nach kurzer Zeit wieder genauso schnell, wie sie aufgetaucht sind.
Aber wider meines Erwartens hat mich bereits der erste Titel (In the Shadows) total begeistert. Ein breiter, epischer Sound. Das Intro begrüßt mit einem fast Dudelsack-ähnlichen Sound, die Stimme von Sängerin Jennifer Haben überzeugt. Ein gutes Gitarrensolo zwischendurch und ein Refrain, der im Ohr bleibt. Genauso stell ich mir Musik für große Mittelalterepen vor, was Beyond the Black ja schließlich auch mit dem passenden Video zu "Northmen- A Viking Saga" gezeigt haben. In den Titeln Songs of Love and Death und Running to the Edge habe ich ebenfalls 2 neue Titel gefunden, die bei mir aktuell rauf und runter laufen. Auch Hallelujah hat mich überrascht. Nach einem Intro, was eher auf eine weitere Ballade hindeutete, kam die Wendung hin zum Speedmetal genauso unerwartet und doch positiv überraschend. Dieser Titel sticht heraus, positiv gesehen. Nicht ganz so gut dagegen gefallen mir Afraid of the Dark. Ist mir noch zu unstimmig, was den Takt und die Gesangseinsätze angeht. Auch der Refrain könnte meiner Meinung nach melodischer sein. Aber bei welcher Band war das erste Album denn perfekt? Love me Forever bildet dafür einen sehr stimmigen Abschluss, der dazu animiert, das ganze nochmal von vorne zu hören.

Fazit

Alles in allem finde ich, dass das Album sehr gut gelungen ist. Ich hoffe für die Band, dass das keine einmalige Angelegenheit war und es nach der kommenden Tour noch mehr von ihnen zu hören gibt. Es ist spürbar, dass im Hintergrund bei der Produktion erfahrene Leute aus dem Genre gearbeitet haben, die ihre Erfahrung in das Album gesteckt haben. Auch gespannt von ich auf die kommende Solotour, die ich mir aller Wahrscheinlichkeit nach anschauen werde.

Album kaufen:


Beyond the Black – Hamburg Metal Dayz 2014 02
Live @ Hamburg Metal Dayz 2014

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